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ZEITUNGSARTIKEL ÜBER UNS IM WESTFÄLISCHEN ANZEIGER

Wenn Hunde zu Lebensrettern werden - zum Beispiel bei der Feuerwehr

Der Schäferhundeverein Pelkum trainiert Tiere für den Rettungseinsatz. Der wegen Corona erst jetzt gegründete Verein zählt bereits 21 Mitglieder.

Pelkum - Stefanie Wittek-Wunderlich schaut zufrieden aus. Denn ihr Hund, Maya, hat gerade zum wiederholten Mal eine Anzeigeübung erfolgreich absolviert. Stolz sieht Maya die Hundeführerin an und bekommt ihr Spielzeug. Es sind normale Szenen wie diese, die sich seit Juli vergangenen Jahres im neugegründeten „Verein für Deutsche Schäferhunde Ortsgruppe Pelkum“ an der Weetfelder Straße abspielen.

„Wir wollten uns eigentlich schon wesentlich früher gründen, aber aufgrund von Corona haben wir damals etwas gewartet“, sagt Claudia Koch. Sie ist 1. Vorsitzende des Vereins, der im Moment 21 Mitglieder zählt. Koch und ihr Hund Tigga haben erst im Oktober bei der Bundessiegerprüfung für Rettungshunde in den Trümmern den 1. Platz geholt. Dadurch dürfen beide bei den Weltmeisterschaften in Italien im August dieses Jahres teilnehmen.

Beliebtes Trainingsareal

Das Gelände, auf dem der Verein beheimatet ist, wird schon lange von Hundevereinen genutzt. „Neben uns nutzt auch der AC Hammerhunde das Areal“, sagt Koch. Der früher ebenfalls beheimatete PHSV Wiescherhöfen befände sich derzeit in der Auflösung, auch deswegen konnte der SV Pelkum das Areal nutzen. „Wir kommen uns nicht in die Quere mit den Trainingszeiten und alles ist sehr harmonisch“, so Koch weiter. Der Verein möchte in erster Linie Personen ansprechen, die mit ihrem Hund zusammen trainieren wollen. „Wir sind ein leistungsorientierter Verein“, sagt Koch. „Wir wollen die Hunde zu Schutz-, Rettungs- und Spürhunden ausbilden und dann auch entsprechend prüfen.“

Bei der Ausbildung werden bestimmte Szenarien trainiert, die möglichst nah an der Realität sein sollen. So auch die Anzeigeübung. Bei dieser soll der Hund eine vermisste Person ausfindig machen und sich so lange bellend vor diese stellen, bis der Hundeführer auftaucht. „Der Hund muss hin und wieder auch über 100 Mal bellen“, sagt Koch. Ebenfalls sei die Ausbildung der Nasenarbeit sowie der Gehorsam der Hunde von entscheidender Bedeutung. Für letzteres werden auf dem Gelände Geräte wie Leitern und Tunnel genutzt, die überwunden werden müssen.

Nicht nur Schäferhunde sind willkommen

Viele der hier ausgebildeten Hunde nutzen auch später die erlernten Techniken. So sind viele der hier trainierten Hunde beispielsweise bei der Feuerwehr in Bochum im Einsatz. Hier sollen die erlernten Techniken im Ernstfall eingesetzt werden.

Der Hund muss hin und wieder auch über 100 Mal bellen.

Claudia Koch SV Pelkum

Auch abseits des Geländes ist der Verein aktiv. „Wir trainieren nicht nur auf dem Gelände hier, sondern auch in der Umgebung, wie beispielsweise auf der Zeche Heinrich-Robert. Zudem planen wir Trainingsfahrten ins Sauerland, um dort dann auch mal ein Wochenende zusammen zu verbringen“, sagt Koch. Dabei wollen alle Beteiligten aber auch nicht den Spaß vergessen. „Wir sind nicht nur auf Schäferhunde ausgelegt, es kann jeder kommen und mitmachen, der will. Es ist zwar ein anstrengendes Hobby für Hund und Mensch, aber es macht auch unheimlich Spaß, mit den Hunden zusammen Erfolge feiern zu können.“

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